Haus finanzieren
Wer ein Haus finanzieren will, steht meistens vor der größten, langfristigsten Schuldenaufnahme seines Lebens; eine Hausfinanzierung will deshalb gut überdacht sein. Zu allererst ist die persönliche Belastungsgrenze durch eine Analyse der finanziellen Leistungskraft der Vergangenheit und eine realistische Bewertung der zukünftigen Finanzlage zu ermitteln. Vergangenheitsbezogen ist relevant, welche Beträge bisher zur Bedienung der Miete zur Verfügung standen und wie viel gespart werden konnte; diese beiden Summen können guten Gewissens für die Bedienung der Hausfinanzierung einkalkuliert werden. Zukunftsorientiert ist festzustellen, ob das Einkommen sich in den nächsten Jahren zum Beispiel durch Familienplanung und damit verbundenem Wegfall eines zweiten Gehaltes wesentlich verändern wird; nicht langfristig gesicherte Einkommen sollten beim Hauskauf finanzieren ebenso wenig berücksichtigt werden wie erwartete, aber nicht vertraglich gesicherte Einkommenssteigerungen.
Mit der Ermittlung des jährlichen Betrages, der für die Zins- und Tilgungsleistungen der Hausfinanzierung eingesetzt werden kann, ist die maximal mögliche Kredithöhe leicht auszurechnen: Der Betrag muss nur durch den aktuellen Zinssatz für langfristige Finanzierungen zuzüglich einer Tilgung von zwei Prozent dividiert und mit einhundert multipliziert werden. Zwar handelt es sich bei dem so ermittelten Betrag nur um einen Annährungswert, da der exakte Zinssatz und die genaue Tilgung erst im Gespräch mit der finanzierenden Bank fixiert werden können, doch bildet diese Zahl dennoch eine gute Grundlage für jeden, der einen Hauskauf finanzieren will. Die gesamte Finanzierung setzt sich zusammen aus dem möglichen Kreditbetrag und dem vorhandenen Eigenkapital; beide Werte zusammen ergeben die maximal mögliche Investitionssumme.
Wer die mögliche Kreditsumme kennt, kann entscheiden, wie er das Haus finanzieren möchte. Für den überwiegenden Teil der privaten Investoren bedeutet ein Haus finanzieren die Aufnahme eines langfristigen Hypothekendarlehens, das mit Zinsbindungsfristen bis zu fünfzehn, in Ausnahmefällen sogar bis zu zwanzig Jahren erhältlich und in der Regel als Annuitätendarlehen mit gleich bleibenden Raten während der gesamten Zinsfestsschreibung ausgereicht wird. Möglich für die Hausfinanzierung ist auch der Einsatz eines Bausparvertrages, der allerdings beim Hauskauf finanzieren aufgrund der kurzen Laufzeit der Bauspardarlehen und der daraus resultierenden hohen Belastung nur einen Teil der Gesamtfinanzierung darstellen sollte. Seltener, aber beim Haus finanzieren nicht ungewöhnlich sind an eine Lebensversicherung gekoppelte Festdarlehen; diese werden nur verzinst und am Ende der Laufzeit durch eine separat anzusparende Lebensversicherung getilgt. Seltener wird ein Ratendarlehen bei der Hauskauf Finanzierung eingesetzt, da dessen Besonderheit in gleich bleibenden Tilgungsbeträgen und durch sinkende Zinsen immer geringer werdenden Belastungen besteht; hohe Belastungen am Anfang und niedrige am Ende der Finanzierung entsprechen in der Regel nicht der Interessenlage des Investors.

