Immobilien finanzieren

Der Kauf oder Erwerb der eigenen vier Wände ist für viele Menschen in Deutschland ein Traum, den es sich unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte durchaus zu realisieren lohnt. Abgesehen von dem offensichtlichsten Punkt der Wohnfunktion, erfüllen Immobilien mit ihrer Werthaltigkeits- und Altersvorsorgefunktion zwei weitere wichtige Funktionen. Den Vorteilen steht ein gewichtiger Nachteil entgegen: die aufzubringende Investitionssumme. Mit einem Volumen von durchschnittlich zehn Bruttojahreslöhnen genügt der Zugriff auf den bis dato aufgebauten eigenen Kapitalstock in der Regel bei weitem nicht aus, so dass eine Immobilienfinanzierung meist der einzige Weg ist, den Traum schlussendlich auch wirklich realisieren zu können.

Die Immobilienfinanzierung zählt zu den wichtigsten Finanzierungsformen in Deutschland überhaupt. Aufgrund ihres Volumens von nicht selten deutlich mehr als 100.000 Euro, müssen Kreditnehmer im Vorfeld einer konkreten Unterzeichnung eines Immobilienkredites umfangreiche Recherchearbeiten leisten, um die Immobilienfinanzierung mit den für sie persönlich günstigsten Konditionen ausfindig machen zu können.
Die Grundvoraussetzung für einen günstigen Kredit ist dabei eine Eigenkapitalquote von mindestens 20 %, bestenfalls sogar von bis zu 40 %. Viele Banken setzen auch eine Eigenkapitalquote von mindestens 20 % voraus, um überhaupt einen Kredit bekommen zu können.
Eine weitere Möglichkeit, die Konditionen für die Immobilienfinanzierung deutlich verbessern zu können, besteht darin, den Bedingungen für die Gewährung von Fördermitteln von Seiten der staatlichen KfW Bankengruppe möglichst zu genügen. Für Neu- und Umbauten bedeutet dies, dass die Arbeiten unter dem Aspekt der Energieeffizienz durchzuführen sind. Die Banken und Sparkassen leisten in dieser Hinsicht meist gute Beratungsarbeit.
Eine dritte Möglichkeit, um die Konditionen deutlich verbessern zu können besteht in der Vereinbarung einer kurzen Zinsbindungsdauer von 5 Jahren. Dies ist allerdings nur denjenigen Kreditnehmern zu empfehlen, die über die entsprechenden finanziellen Möglichkeiten verfügen, den Großteil des Immobilienkredites über den kurzen Zeitraum von 5 Jahren an das Kreditinstitut zurückführen zu können. Ansonsten läuft der Kreditnehmer Gefahr, die nach 5 Jahren anstehende Anschlussfinanzierung zu deutlich schlechteren Konditionen abschließen zu müssen. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen in 5 Jahren deutlich höher stehen als sie dies derzeit tun, ist doch relativ hoch. Aus diesem Grund sollten finanzschwache Kreditnehmer, die für die Rückführung des Kredites 20 Jahre oder mehr veranschlagen, auf eine möglichst lange Zinsbindungsdauer pochen, auch wenn die Konditionen entsprechend ungünstiger ausfallen.

Und genau darin liegt der Grund, warum angehende Immobilienbesitzer im Vorfeld einer konkreten Unterzeichnung umfangreiche Recherchearbeiten zu leisten haben. Nur wer die Möglichkeiten (Fördergelder, Zinsbindung, etc.) genau kennt, kann seinen persönlichen Finanzierungsbedarf adäquat ermitteln und verschiedene Angebote entsprechend miteinander vergleichen.